Nassau City-Blog


18.10.2019 | SPEISEKARTE

Die schnellste Veränderung bringt die Speisekarte

- eingesetzt als Marketinginstrument und Verkaufsförderer

Der clevere Gastronom - Bausteine zum täglichen Erfolg:

Aus der Praxis geplaudert. Ein gut eingeführter und insgesamt gut aufgestellter Betrieb, spezialisiert auf heimische Fische. Seit einiger Zeit hat sich die Mittagsnachfrage spürbar verändert. Trotzdem wurden die klassischen Küchenzeiten und vor allem ein durchgängiges Küchenkonzept sowohl mittags als auch abends geboten. Nach Auswertung aller Bestellungen über den Tag und am Abend waren die Ziele für eine Kartenveränderung klar:

Mittags die Karte auf die nachgefragten Artikel zu straffen, um untertags Mitarbeiterkosten zu reduzieren, bzw. die Vorbereitungszeiten für die große Abendkarte zu optimieren. Durchgängig zu kochen, weil die Nachfrage ab 14 Uhr bestand.

Die Herausforderung: Die Angst zu verlieren, dass die Gäste plötzlich das Gefühl haben könnten, „es gibt ja nichts interessantes mehr untertags“ – weil die Auswahl zu klein ist. Die Karte zu teilen und zwei Konzepte zu fahren, war die (einfache) Lösung. Beide Karten können im Internet verglichen werden:

Abendkarte ab 17 Uhr: http://www.hagnauer-seeperle.de/fileadmin/Kundendaten/pdf/Speisekarte.pdf

Mittagskarte bis 17 Uhr:   http://www.hagnauer-seeperle.de/fileadmin/Kundendaten/pdf/Mittagskarte.pdf  

 Als Bedenken treffen wir bei unseren Beratungen übrigens am häufigsten die Angst vor einem zu schmalen Angebot an. Zu Ihrer Beruhigung: Je klarer das Profil – AAAA – eines Betriebes herausgearbeitet ist, umso kleiner darf das Angebot sein. Und umso einfacher wird dann Ihre tägliche Mise en place (Vorbereitung)! Das allein wäre für mich schon Ansporn genug eine Veränderung anzustreben. Aber ohne gesicherte Verkaufszahlen sollten Sie nicht starten. Werten Sie daher täglich, wöchentlich und auch monatlich Ihre verkauften Artikel aus.

 Meinem Anspruch, den Tabulator aus der Karte zu werfen, konnte der Grafiker bei diesem Betrieb leider nicht folgen. Das passiert übrigens sehr häufig, weil wir immer noch „Schönheit“ vor Funktion setzen. Ein manchmal fataler Fehler, der nicht nur auf die Speisekarte zutrifft!  Zusätzlich werden in den Schulen ja auch noch diese alten Regeln weitergegeben. Aber das ist ja sowieso eine eigene Baustelle, über die ich mich später einmal aufregen werde.

Meine Begründung, die Preise direkt an den Text mit ca. 5 Buchstabenabständen zu setzen ist folgende Erfahrung: Wenn der Preis in Reih und Glied auftaucht, fährt der Gast auch mit dem Finger drüber und bestellt eher nach seiner Preisvorstellung statt nach Gusto. Ohne Tabulator und (gewohnter, schöner) Ordnung kann ich den Verkauf viel besser mit emotionalen Texten und einfachen Grafiken steuern.  Der Platzgewinn kann für Verkaufstexte oder Verkaufsgrafiken verwendet werden.

 

Besonders wichtig: Die rechte Seite ist immer die „Verkaufsseite“. Daher wurden hier auch bei dem gezeigten Beispiel die Zusatzverkäufe versammelt.

 

Marketing: Alles, was der Gast über Sie wissen muss, gehört auch in Ihre Speisekarte. Besonders die Tages- oder Wochenkarte eignet sich sehr gut für Aktuelles und Vorankündigungen. Wenn die Tageskarte nicht eingezogen sondern eingelegt wird, kann auch die Rückseite für Marketing benutzt werden. Der Gast wird diese auch gerne mitnehmen. Allerdings muss sichergestellt sein, dass der Service immer darauf achtet, dass die fehlenden Einleger ersetzt werden.

Zusatztipp für die Gestaltung: Einleger zweispaltig anlegen und falten. Das schmale A4-Format erscheint sehr gefällig.

 

Was brauchen Sie nun an Minimal-Technik, um eine gute Speisekarte zu gestalten? Nur Word als Programm und einen guten Laserdrucker! Und (eventuell) einen Grafiker, für die Erstversion. Aber bitte einen, der die neuen Verkaufstricks schon verstanden hat.

 Das nächste Mal bekommen Sie Tipps für Zusatzumsätze,  die leicht umsetzbar sind

...und die schönsten Papiere für Ihre Speisekarten finden Sie hier:

http://www.paperandpicture.de/         paper&picture


 


Gastropower



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