Nassau City-Blog


07.10.2019 | GASTRONOMIE

Verdrängung entsteht in gesättigten Märkten

Der clevere Gastronom - Bausteine zum täglichen Erfolg:

Suchen des eigenen USP- des Alleinstellungsmerkmales – AAAA- und der dazu gehörenden Strategieplanung:

 Verdrängung entsteht in gesättigten Märkten. Und wir haben es nach Matthias Horx (Trendguru, der sich auch mit unserer Branche auseinandersetzt) geschafft, „viel zu viel vom ewig Gleichen“ anzubieten. Beispiel aus der Hotellerie: Obwohl der Wellnessmarkt schon gut besetzt ist, investieren immer noch Betriebe in das Segment– häufig ohne Konzept, ohne das wichtige Alleinstellungsmerkmal, auch USP  genannt, herauszustellen. Natürlich ist Wellness immer noch ein Thema. Aber wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Konkret: Wer bis jetzt den Trend verschlafen hat, tut sich mit dem Anschluss schwer. Also geht es nur mehr mit einem „Aufhänger“.

Beantworten Sie mir ohne lange nachzudenken die Frage: „Was unterscheidet Sie von Ihrem Mitbewerber?“ – Wie lange brauchen Sie für die Antwort?  

Jeder Betrieb hat etwas – er braucht es nur zu finden und den „Mut zur Lücke“ aufzubringen! Denn AAAA heißt „Anders Als Alle Anderen.“ So entstand ein Apfelhotel, ein Blumenhotel, Kräuterhotel etc… die Knödelei, Kartoffelwirte, Nudelhäuser, Geflügelspezialisten, kombinierte Konzepte von Dienstleistung und Kulinarik, und, und,…

 

Wer sind den überhaupt Ihre Mitbewerber? Letzte Woche rief mich ein Gastronom an und meinte, er sei jetzt dahinter gekommen, dass man seinen Betrieb überhaupt nicht wahrnimmt. In einer einfachen Befragung hatte man Passanten auf der Straße (Einheimische und Touristen) nach einem Restaurant im Ort gefragt, wo man gut essen kann. Keine weiteren Vorgaben nach einem speziellen Produkt. Er wurde fast nie genannt! Es gibt in diesem kleinen Ort noch vier interessante Betriebe, die auch meistens erwähnt wurden.

Was ist also zu tun? – ER muss sich neu positionieren!

 

Eine sehr gute Methode dazu ist eine „Zukunftswerkstatt“. Diese eröffnet komplett neue Perspektiven auf allen Ebenen im Betrieb. Empfehlenswert ist, alle Mitarbeiter an so einer Maßnahme teilhaben zu lassen.

Innovative Betriebe verbinden das mit dem Jahresausflug. Also Spaß mit ernsthafter Arbeit. Durch das Ausklinken aus dem bekannten Umfeld verändert sich die Stimmung ganz enorm. Es dürfen plötzlich auch Themen angeschnitten werden, die im Betrieb regelmäßig Stress oder Streit verursachen.

Allerdings gibt es einige Voraussetzungen zu erfüllen: Die Inhaber oder die Führungskräfte müssen in der Lage sein, so ein Szenario zu steuern. Vorher schon muss geklärt werden, wo die Reise hingehen soll (nein, nicht das Ausflugsziel ist gemeint, sondern die angestrebte Veränderung). Am Einfachsten ist es, dafür einen externen Moderator einzusetzen. Dieser hat den Vorteil, dass er nie ein Teil des Systems ist und daher frei agieren kann. Vor allem ist er eines ganz sicher nicht: betriebsblind und voreingenommen.

Auf Pinnwänden (oder Flipcharts) werden Fragen gestellt. Ein brauchbarer Fragenkatalog für den Aufbruch zu neuen Ufern:

"Was denken Sie können wir am Besten?"

„Was unterscheidet unseren Betrieb von anderen?“

"Wenn das nun Ihr eigener Betrieb wäre, was würden Sie als erstes verändern?"

"Was würden Sie auf gar keinen Fall verändern?"

Wundern Sie sich erst einmal nicht, wenn wenig kommt. Denn wir alle kennen ja den dummen Spruch: „Selbstlob stinkt“ anstatt „Selbstlob stimmt“.

Wollen Sie sich in Zukunft durch besonderen Service auszeichnen? Einem Service, der so sprichwörtlich gut ist, dass die Gäste darüber reden? Die richtigen Fragen dazu:

"Qualität ist das Erfüllen aller Gästeerwartungen - was denken Sie erwartet unser Gast?"

Wenn Ihre Mitarbeiter und auch Sie sich erst schwer tun, Antworten zu finden – Perspektivenwechsel! Spielen Sie Gast.

"Sie sind Gast bei uns, was erwarten Sie bei uns?"

Um diese Frage noch konkreter werden zu lassen, können Sie noch alle Ihre Werbemittel ins Spiel bringen, mit dem Zusatz: "Sie haben unsere Anzeige in der Zeitung gelesen, unseren Flyer mitgenommen..." Wundern Sie sich auch hier nicht, wenn Ihre Mitarbeiter diese Medien gar nicht wirklich kennen! Das haben SIE nicht kommuniziert! Manche Betriebe schalten Anzeigen – und im Haus weiß es keiner. Schade um Ihr Geld!

Nun geht es an das Auswerten und Bewerten der einzelnen Beiträge. Durch die Zukunftswerkstatt (benennen Sie es in Ihrem Betrieb auch gerne anders, wenn Sie möchten) sind Veränderungen plötzlich keine Bedrohung mehr sondern immer Entwicklungs-Chancen!

Sollten Sie noch nicht so weit sein, Ihre Mitarbeiter einzubeziehen, ist das auch in Ordnung.

Aber um die strategische Planung und die realistische Einschätzung Ihres Betriebes im Markt kommen Sie nicht herum. Alleine die Zahlen von Ihrem Steuerberater helfen Ihnen nicht weiter. Oder kann Ihnen dieser auch sagen, mit welchen konkreten Maßnahmen – TUN- Sie Ihre Ziele erreichen?

 

Das nächste mal schauen wir in die Praxis – Die  Speisekarte als Verkaufs – und Marketingsinstrument.

 


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