Nassau City-Blog


30.04.2019 | GASTRONOMIE, STANDPUNKT

Wir sind eigentlich gut

nur keiner weiß es!

ALLTAG IN EINEM GASTRONOMIEBETRIEB: „JETZT HAT MICH DER GAST DOCH TATSÄCHLICH GEFRAGT, WER UNSERE HERVORRAGENDEN CROISSANTS LIEFERT. ICH BIN FAST AUSGEFLIPPT. WAS DENKT DER DENN, WAS ICH MORGENS IN MEINER BACKSTUBE MACHE?“

Lieber Gastronom, woher soll Ihr Gast denn wissen, dass Sie es selbst sind, der diese Köstlichkeit zubereitet?  Ach so, auf Ihrer Karte steht aber „hausgemacht“, das hätte der Gast doch lesen können?

JETZT WIRD ES ABER HÖCHSTE ZEIT FÜR EINEN PERSPEKTIVENWECHSEL! Versuchen Sie Ihren Betrieb aus der Sicht des Gastes zu analysieren. Manchmal schmerzhaft, aber immer heilsam! Zeigen Sie Profil!

Nur die veränderte Sichtweise verwandelt Ihre Welt. In allen Bereichen, ob privat oder geschäftlich – tut es gut, verstanden zu werden. Wenn unsere Botschaft nicht beim Gast ankommt, kann der doch nichts dafür! Wir selbst sind nicht in der Lage klar, eindeutig und verständlich zu kommunizieren. Manchmal will man auch keine klaren und eindeutigen Aussagen treffen. Weil man Angst hat, mit einer klaren Positionierung Marktanteile aufgeben zu müssen! Wie oft werden Zielgruppen gleichzeitig angesprochen, die einfach nicht zusammenpassen können. Ein ganz typisches Beispiel dafür ist Business und Kinder. Natürlich kann ein Betrieb beide Segmente bedienen. Dann aber zeitlich oder räumlich komplett getrennt. Nur: wo bleibt dann die klare Botschaft? Das, was sich in den Köpfen Ihrer Gäste festsetzen soll? Manchmal spricht man dann von der eierlegenden Wollmilchsau. Die gibt’s aber leider nicht. Ein Betrieb kann immer nur einem bestimmten Segment klar erkennbare Vorteile bieten. Und nur darum geht es. Also müssen Sie einmal Ihr Angebot aus der Sicht Ihres Gastes betrachten. Seine erste Frage lautet: „Was habe ich davon, wenn ich dieses Angebot annehme?“ Nur so schaffen Sie es bei ihm ein „Grundbedürfnis“ abzudecken.

Beispiel: ein bekannter Rechtsanwalt erwartet Besuch von wichtigen Auslandskunden. Er muss sie zum Abendessen einladen. Daher ist an diesem Abend sein Wunsch nach Prestige besonders ausgeprägt. Also muss in dem von ihm ausgewählten Betrieb ein entsprechendes Image erkennbar sein. Er kann es sich nicht leisten, in einem sonst von ihm im Alltag gerne frequentiertem Lokal zu verkehren. Denn es entspricht schon äußerlich nicht „einem Erfolgsbetrieb“. Dass dort sogar das Essen mehr seinen Geschmack trifft, er auch weiß, dass mit ehrlichen Produkten gekocht wird, nützt ihm an diesem Abend wenig. Er muss „repräsentieren“. Welcher Betrieb unterstützt ihn bei dieser Aufgabe am ehesten? Nur danach fällt seine Entscheidung. Kriegt der „Stammgastronom“ diesen Fremdgang mit, ist er häufig frustriert. Warum nicht er? Solange er sich nicht in seinen Gast hineinversetzt, sich die richtigen Fragen nach dem wahren Motiv seines Gastes stellt, wird er nicht die richtigen Schlüsse ziehen können. An diesem kleinen Beispiel können Sie sicher die Notwendigkeit der „Gastsicht“ erkennen.

Wenn nun dieser Rechtsanwalt mit seiner Frau seinen Hochzeitstag feiert, wohin wird er da gehen? Wahrscheinlich hat er wieder einen anderen Betrieb dafür in seinem Kopf gespeichert…

 

 


Gastropower



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